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Ich bin Jahrgang 78 und die jüngere von zwei Töchtern einer echten Harzerin und eines echten Fischkopps
– sozusagen »ein Harzer Roller mit Gräten«.
Als mir meine Schwester im Alter von fünf Jahren beibrachte, die ersten Buchstaben (neben denen meines Namens) zu lesen und zu
schreiben, ahnte sie ganz gewiss nicht, welche neuen Welten sie mir in ihrem jugendlichen Leichtsinn eröffnete.
Seit dem verging kein Geburtstag oder Weihnachtsfest, ohne ein Buch als Geschenk. Nächtliche Leseorgien - ganz klassisch mit der Taschenlampe unter der Bettdecke - standen fast täglich auf dem
Programm. Doch meine Fantasie reichte über das weit hinaus, und so begann ich, mir ein alternatives Ende auszudenken und schließlich
immer öfter eigene Geschichten zu erfinden.
Auch wenn ich im Laufe der Jahre immer wieder durch andere sehr zeitraubende Hobbys und nicht zuletzt meinen ausgeprägten
(Bücher-)Kauf-, Sammel- und Lesetrieb abgelenkt wurde, verschwanden meine eigenen Ideen und Geschichten doch nie ganz aus
meinen Gedanken. Aber erst als ich Mitte der 90er begann, Liebesromane zu lesen, ließen mich meine
Helden und ihre Schicksale immer seltener ruhig schlafen.
Ich fing an, Plot für Plot auf Zetteln, Notizblöcken und in Kalendern festzuhalten (selbst heute
noch muss im Notfall jeder kleine Schnipsel und jede winzige freie Stelle Papier herhalten, wenn mir
mal wieder eine »zündende Idee« kommt) und versuchte mich auch an einigen zusammenhängenden Szenen, aber mehr als zwanzig
Seiten wurden nie daraus.
Eines Tages jedoch wurde ich wieder einmal buchstäblich von der Muse »überfallen«, und der Monitor meines PCs
füllte sich wie von selbst über Tage mit einer Szene nach der anderen, die mir schon geraume Zeit durch den Kopf spukten.
Nacht für Nacht kamen ein paar neue Seiten hinzu - und so entstand schließlich mein erster Roman »Des Teufels Engel«.
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